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Ströbele fordert mehr Polizisten, Joschka ist jetzt BMW-Autoverkäufer

Posted in 1 von waehltvera - 21. September 2009

Was sind das für Zeiten! Alles ist möglich. Bei Maybrit Illner focht Hans-Christian Ströbele vor wenigen Tagen wacker für mehr Polizei auf Deutschlands Straßen: „Wir brauchen mehr Polizisten auf deutschen Straßen!“ Wird er selbst bald Bereitschaftspolizist? Er hat doch früher schon für mehr Beschäftigung und Sonderschichten bei der Polizei gearbeitet! Er unterstützt die christlich-evangelische Privatschule in Kreuzberg. Bessere Bildung für Akademikerkinder von Anfang an! Fromm, fromm! Joschka Fischer, ebenfalls grünes Urgestein, hat bei  BMW angeheuert, für einen nicht genannten Betrag Geldes. Wahrscheinlich sechsstellig. Joschka Fischer wird also hochbezahlter Autoverkäufer bei BMW, wie vor ihm schon Horst Teltschik, ebenfalls ein ehemaliges Mitglied der Bundesregierung.

Die grünen Stadträte in Berlin spielen Vorreiter bei der Meldedatenerfassung der Bürger und streichen munter bei Bildung und Kultur. „Deine Meldedaten gehören uns!“ Die Kreuzberger Frauenrechtlerin Seyran Ates bekennt:  „Ich werde nicht Grün wählen.“ Wie passt das zusammen?

Das passt so zusammen: Die Grünen sind mittlerweile eindeutig die Partei der Besserverdiener und der „Akademiker“. Das heißt, sie picken sich mit großem agitatorischem Geschick all die beliebigen Argumente heraus, die bei den Besserverdienenden und den Akademikern zu einem beliebigen Zeitpunkt gut ankommen. Die Großmeister darin sind Joschka Fischer und Hans-Christian Ströbele. Beweis: Ihre Zustimmungswerte lagen in der Vergangenheit über denen ihrer Partei. Lagen, nicht liegen!

Programmatische Stimmigkeit sollte niemand mehr von den Grünen erwarten. Es passt doch alles nicht mehr zusammen. Es ist ein Gemischtwarenladen geworden, wo die jeweils zugkräftigsten Verkäufer vorne hingestellt werden. Die zugkräftigsten Verkäufer wechseln nach Beendigung ihrer aktiven Dienstzeit ins Lager der vormaligen Gegner. Gegen Bares, versteht sich.

Wenn die grünen Akademiker und Besserverdiener BMW fahren wollen, ohne es sich einzugestehen – dann kaufen sie halt guten Gewissens einen Saab turbo mit offenem Verdeck, wie der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus, Volker Ratzmann. Damit fördern sie das schwedische Sozialstaatsmodell und die schwedische GM-Tocher, nicht das böse CSU-regierte Bayern. Dadurch, dass Joschka Fischer jetzt als „Berater“ (Verkäufer klingt so hässlich) bei BMW eingestiegen ist, macht er diese urbayrische Marke auch für die grüne Stammklientel käuflich. Sie brauchen nicht mehr Saab turbo oder Toyota Prius zu kaufen.

Alles ist möglich – oops, da haben wir Werbung für die Japaner gemacht (unser grüner Bezirksbürgermeister fährt ja einen Japaner!). Wir meinten: Alles ist käuflich. Auch BMW.

P.S.: Der unterfertigte Radfahrer wählt diesmal Vera Lengsfeld. Und außerdem: die CDU. (Ich habe kein Auto mehr!).

Ein Zwischenruf von Johannes Hampel

2 Antworten to 'Ströbele fordert mehr Polizisten, Joschka ist jetzt BMW-Autoverkäufer'

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  1. MIDImal said,

    Wirklich treffend beschrieben. Sehr gute Analyse! Die CDU ist einfach nicht die „Autofahrerpartei“ oder die Partei der „Großverdienenerlobbyisten“- wie häufig angenommen wird…

  2. Lupo said,

    … jetzt nach soviel Grünen-Schelte ein neuer Kreuzberger mit Herz😉

    http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,650612,00.html


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