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Finde den Unterschied (3), oder: „Verar… kann ick mir alleene!“

Posted in 1 von waehltvera - 17. September 2009

15092009 „Verarschen kann ich mir alleene“,  so hörten wir immer wieder die enttäuschten Ausrufe betrogener Mitbürgerinnen und Mitbürger, wenn wieder mal eine Wahlkampf-Seifenblase geplatzt war. „Reichtum für alle!“ (Die Linke), oder „Reichtum besteuern!“ (Die Linke), oder „Steuern runter!“ (FDP). Ein hübscher Gemischtwarenladen an Wahlversprechen. Was uns zu unserer heutigen Bildbetrachtung bringt: Betrachte die beiden Bilder genau! Vergleiche! Du siehst oben und unten zwei Frauen. Die eine ist dem Betrachter offenherzig zugewandt. Sie wirkt im wahrsten Sinne des Wortes an-sprechend. Sie steht im Einklang mit der Natur, mit der Welt der Tiere und der Pflanzen. Sie steht in Kontakt zu einem anderen lebendigen Wesen.

Betrachte nun das untere Bild. Was fällt dir bei der Frau auf dem unteren Bild auf? Welche Beziehung entsteht zwischen der abgebildeten Frau und dem Betrachter?

Welches Sprichwort fällt dir dazu ein? Welche Sprachbilder kommen dir in den Sinn?

Nun, niemand sollte vorschnell über dieses Plakat den Stab brechen! Fairness, Eigenverantwortung und Respekt, dieses Gebot gilt nicht nur innerhalb, sondern auch außerhalb von Parteien! Dieses Plakat hat eine Vorgeschichte. Wir kennen alle die frühere SED mit ihrem letzten Vorsitzenden Gregor Gysi. Unter seiner Verantwortung, während er Chef der SED war, ist ein Teil des DDR-Vermögens verschwunden. Weg. Schätzwert des vermissten Vermögens: etwa 24 Milliarden Deutsche Mark. Wo ist das Geld hin? Manche müssen es wissen. Die berüchtigten alten Herrn über 50. Gysi und Genossen. Mit ihnen legen sich die jungen linken Frauen gerne an. Sie löcken wider den Stachel. Sie wollen nicht einer Finanzkonstruktion angehören, die nach außen als politische Partei firmiert. Sie wollen nicht bloß als Feigenblättchen vorne hingestellt werden. Und sie spielen die ihnen von den alten Herren über 50 zugedachte Rolle überzeugend. Katja Kipping sagt: „Man brauchte jemand, der unbelastet war.“ So wurde sie über Nacht, ehe sie sich’s versah, stellvertretende Bundesvorsitzende.

Ein bisschen Querköpfigkeit kommt dann immer gut an. Das gilt auch für Halina Wawzyniak, die ebenfalls den Part der stellvertretenden Bundesvorsitzenden spielt.  Niemand soll daran zweifeln, dass Die Linke eine echte Partei ist. Man droht zwar gerne mal damit, den Kram hinzuschmeißen. Aber dann rauft man sich wieder zusammen. Wer wollte auch die Mandate einfach so aufgeben? Ihr Motto scheint zu lauten „Verarzten kann ick mir alleene.“

Betrachtet noch einmal das untere Bild!

Und jetzt kennen Sie – DIE WAHRE GESCHICHTE hinter dem Plakat.

Aber lest selbst, was die Süddeutsche Zeitung über die stellvertretende Bundesvorsitzende Halina Wawzyniak berichtet:

„Die Herren über 50“

Die stellvertretende Parteivorsitzende Halina Wawzyniak kritisierte Ramelows Äußerungen scharf. „Es kann nicht sein, dass die Herren über 50 sich einigen, und ich erfahre daraus aus der Zeitung„, sagte sie der FR zufolge.

In einem Brief an ihre Genossen forderte sie, wenigstens darüber informiert zu werden, wenn eine Entscheidung gefallen sei. Das Vorgehen der überwiegend männlichen Parteispitze wolle sie in der kommenden Vorstandssitzung Ende August erörtern. Dann wolle sie auch wissen, ob sie als gewählte Funktionsträgerin eingebunden werde, „oder ob ich mir den ganzen Quatsch sparen kann„.

via Die Linke streitet weiter – Politik – sueddeutsche.de.

(JH)

4 Antworten to 'Finde den Unterschied (3), oder: „Verar… kann ick mir alleene!“'

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  1. Freidenker said,

    Ohne Moral besehen, ist Kuba cool und Fidel Castro eine Popikone. Tatsächlich ist er ein Diktator und seine Insel eine Folterrepublik

  2. padua said,

    Also ich finde das untere Plakat „ansprechender“. Kampfhunde ohne Maulkorb mag ich eigentlich eher nicht.

  3. x-berg said,

    ..wusste garnicht, dass ein Labrador zu den Kampfhunden gehört und halte es für beschämend Tiere derartig zu drangsalieren, wenn sie denn doch angeleint sind und ihr Besitzer die Zurücklassenschaften beseitigt.
    Ehrlich gesagt mag ich es nicht dass man mir den Rücken zuwendet wenn man doch eigentlich mit mir in den Dialog gehen möchte und mich verdutzt auf das unkommentierte Wort Sozialist schauen lässt.
    Verursacht lediglich Gänsehaut und Nackenhaare die zu Berge stehen.
    Jedoch habne wir ja auf dem Blog festgestellt, das jeder seine eigene Meinung zu Plakaten hat.
    Und das ist gut so, weil wir ja nicht alle gleich sind und sein wollen.

  4. linke zecke said,

    „Die eine ist dem Betrachter offenherzig zugewandt. Sie wirkt im wahrsten Sinne des Wortes an-sprechend. Sie steht im Einklang mit der Natur, mit der Welt der Tiere und der Pflanzen. Sie steht in Kontakt zu einem anderen lebendigen Wesen.“

    Also verarschen kann ich mich wirklich alleine. Manchmal fühlt man sich gar beleidigt von so richtig dummen Dummheiten. Manchmal sind einem gar Dingen die andere tun, sagen oder schreiben peinlich.


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