Waehltverablog


Die Rot-Rote Bildungsmisere abwählen!

Posted in 1 von waehltvera - 15. September 2009

Bildungspolitik ist wirklich der letzte Grund links zu wählen

Ein trauriges, rot-rotes Lehrstück aus Berlin

 

Ein Beitrag von Philipp Lengsfeld, CDU-Pankow, Mitglied der BVV Pankow

 

 

Wenn die breiten linken Kräfte – wie jetzt in Thürigen – mal wieder aktiv darüber nachdenken gemeinsam eine ‚andere Politik’ durchzusetzen, dann wird von ihnen zuerst immer die Bildungspolitik genannt (‚wir wollen, dass Schüler länger gemeinsam lernen’). Erstaunlicherweise wirkt der Widerstand aus den Reihen der bürgerlichen Kräfte in dieser Frage oft sehr schwach. Dabei ist Bildungspolitik wirklich der letzte Grund links zu wählen.

 

Traurigerweise kann man dies nach nunmehr 8 Jahren Rot-Rot in der Bundeshauptstadt ganz besonders drastisch besichtigen.

 

‚An Ihren Früchten sollt ihr sie erkennen’: Also besichtigen wir die Früchte Rot-Roter Bildungsarbeit in Berlin, denn hier hatten die linken Ideologen genug Zeit sich intensiv um die Bildungspolitik zu kümmern – mit durchschlagender, wenn auch verheerender Wirkung. Man kann Rot-Rot kaum Untätigkeit vorwerfen. Zwar sind die Klassenfrequenzen nicht verringert worden – in Pankow tummeln sich 28-29 Schüler in einer typischen staatlichen Grundschulklasse (im Gymnasium sind es 32!). Auch die Schulen sind nicht richtig saniert worden. Alles dies würde ja Geld kosten, ohne dass linke Ideale verwirklicht werden. Nein, Rot-Rot hat das Einschulalter um eine halbes Jahr runtergesetzt (und da der Staat ja weiß, was gut für die Kinder ist, hat man dies ursprünglich als Zwangsbeglückung für alle Kinder unabhängig von iher sozialen, körperlichen oder geistigen Reife verordnet). Rot-Rot hat die Vorklassen abgeschafft, aber dafür die Erst- und Zweitklässler mit der Einführung des ‚jahrgangsübergreifenden Lernens’ (JüL) entschädigt. Natürlich wieder als Zwangsbeglückung, denn wenn manche Schulen weiterhin den etablierten und erfolgreichen normalen Unterschricht halten dürften, könnte es ja zu Wettbewerb kommen – ein Gräuel für echte Linke, die bekanntlich wissen, was richtig ist. Und zum guten Schluss wurde auch die sonderpädagogische Förderung in der ersten Klasse per staatlicher Anweisung abgeschafft. Und dies nicht etwa in kleinen schul- und schülerverträglichen Schritten, sondern in einem großen Satz. Und ist diese Überreform an sich schon viel zuviel, so hat Rot-Rot obendrein so gut wie nichts dafür getan, dass die notwendigen räumlichen und personellen Ausstattungen für diese gigantischen Umwälzungen wenigstens ansatzweise vorgehalten werden.

Langsam aber sicher zeigt sich nun – nicht nur für einzelne betroffene Familien (Einzelschicksale interessieren linke Ideologen grundsätzlich nicht) – der ganze Wahnsinn dieser Politik. In einem Punkt hat Schulsenator Zöllner schon nachgeben müssen: Jetzt darf doch die eine oder andere Familie ihr 5.5-jähriges Kind von der Schule zurückstellen (aber es sollen natürlich weiterhin nur Ausnahmen sein!). Das JüL soll aber weiterhin an allen Schulen eingeführt werden. Aber auch hier wächst der Widerstand:

 

http://www.morgenpost.de/berlin/article1078478/Berliner_Grundschulen_rebellieren_gegen_Reform.html

 

 

Und dies nicht nur, da die Quote der ‚Rücksteller’, d.h. der Kinder, welche für die ersten zwei Schuljahre jetzt drei Jahre benötigen, so hoch ist, dass selbst die schlimmsten linken Zahlenverdreher es nicht wegreden können, sondern vielleicht schlicht deshalb, weil dieses pädagogische Konzept nicht ansatzweise so gut ist, wie die linken Meinungsmacher es dargestellt haben:

 

http://www.morgenpost.de/berlin/article1099684/30_Prozent_mehr_Sitzenbleiber_in_Berlin.html

 

Fazit: Ohne auch nur weitere linke Minenfelder wie Zwangsethik und Bekämpfung des Religionsunterrichts, Behinderung und Bekämpfung von Schulen in freier Trägerschaft, leistungs-, schwerpunkts- und interessenfeindliche Gymnasialplatzvergabe (Stichwort: BVG-Entfernung oder bald das partielle Losverfahren) zu diskutieren, kann die Erkenntnis nur lauten: Wem Bildung am Herzen liegt, der darf Rot-Rot keine Stimme geben.

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2 Antworten to 'Die Rot-Rote Bildungsmisere abwählen!'

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  1. x-berg said,

    Es gibt noch verrücktere Sachen als Auswirkung der hier in Berlin stattfindenden Bildungspolitik, hier möchte ich darauf zu sprechen kommen wie viele Eltern ihre Kinder zu Schulpsychologen, Ärzten und Psychiatern geschleppt haben um ihren Kindern die Einschulung mit 5 zu ersparen, weil man sie für unmündig und unfähig hält selbst zu entscheiden wie reif ihr Kind ist um in dem tollen JÜL Projekt zu funktionieren. Mich würde interessieren wieviele Kinder jetzt mit einem I (Integrationskind) in ihrem Lebenslauf gekennzeichnet sind.
    Kind sein dürfen ist in unserem Leben ein so verdammt kurzer Abschnitt und den sollte man geniessen dürfen, sowohl als Elternteil sowie als Kind, der Lerndruck, in einem System was die Abizeiten verkürzt jedoch nicht den Lehrplan, kommt schon noch früh genug.
    Man erfindet Dinge nennt sie anders und hat an dem eigentlichen Problem garnichts geändert…mehr Lehrer, mehr Sonderpädagogen, kleinere Klassen…ja das kostet Geld, jedoch ist anders keine bessere Bildungspolitik möglich.


  2. […] wohnen darf. Das sind Szenen aus Absurdistan! Mehr können Sie auf meinem Wahlblog unter “Die Rot-Rote Bildungsmisere abwählen!” nachlesen. Die Grün-Rote Regierung in Friedrichshain- Kreuzberg macht es keineswegs besser. […]


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