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Linke Gewalt endlich ernst nehmen!

Posted in 1 von waehltvera - 13. September 2009

Langsam wacht die Politik auf. Nachdem es im Hamburg in der Nacht vom Freitag zum Sonnabend zu Gewaltattacken von linken „Gegendemonstranten“ einer NPD-Kundgebung gekommen war, die sich wieder einmal nicht gegen die Nazis, sondern gegen die Polizisten richtete, gestand der Hamburger Innensenator erstmals ein, dass die Stadt ein massives Problem mit der linken Gewalt hat und dass das Konzept der Deeskalation gescheitert ist, weil es nicht greift bei Leuten, die Randale um jeden Preis wollen.Aus seinen Erkenntnissen wollte der Innensenator aber nicht gleich die einzig mögliche Schlussfolgerung ziehen.Am gestrigen Abend, beim „Schanzenfest“,wurde wieder deeskaliert. Kein Polizist durfte sich auf oder nur in der Nähe der „Feier „sehen lassen. Mit dem Erfolg, dass die  „Feiernden“ begannen, sich gegenseitig zu bewerfen,bis es doch zu einem Polizeieinsatz kam, auf den allzu viele „Gäste“ nur gewartet hatten. An der folgenden Schlacht nahmen auch Trittbrettfahrer teil, d. h. Personen, die nicht dem linksradikalen Spektrum angehören, aber linke Veranstaltungen aufsuchen in der Erwartung, mit der Masse randalieren zu können. Solche Trittbrettfahrer werden durch die Nachsicht, die bislang linksradikaler Gewalt entgegengebracht wird , regelrecht ermutigt. Die leidtragenden sind die Polizisten, die sich als zum  „Abklatschen“ frei gegeben fühlen müssen. Kein Wunder, dass die Polizei inzwischen massive Personalprobleme hat.Es wird Zeit, dass sich die Politik schützend vor die Polizei stellt.

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3 Antworten to 'Linke Gewalt endlich ernst nehmen!'

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  1. Petra Struwe said,

    Sehr geehrte Frau Lengsfeld,

    als Ex-Hamburgerin und nun in Ihrem Wahlkreis habe ich aus Hamburger Medien sowie über viele unabhängige Augenzeugen Informationen eingeholt über die Vorgänge, die Sie bewerten. Ich frage mich danach, woher Sie die Fakten beziehen als Grundlage solcher Wertungen. Oder wollen Sie einmal mehr ungeachtet der Tatsachen einfach etwas Stimmung herbei schaumschlägern?

    Ihr Parteifreund, der CDU-Innensenator Ahlhaus, gilt allen informierten Hamburgern sowie selbst in Ihrer Partei als Hardliner, unbelehrbarer Schlagedrauf und keineswegs als Deeskalierer. Genau diese Unflexibilität ist der Grund, warum seit dessen Amtsantritt die gewalttätig endenden Aufläufe zunahmen. Er bringt es einfach nicht übers Herz, die Polizei einmal im Hintergrund bereit zu halten. Er hält es für friedensstiftend, demonstrativ und rein präventiv Wasserwerfer und gepanzerte Sonderwagen mitten durch allerlei Veranstaltungen gerade im Schanzenviertel hindurch patroullieren zu lassen.
    Das zogen vergleichbar stur, eskalierend und kontraproduktiv nur die Berliner Polizeipräsidenten Klaus Hübner + Georg Schertz sowie Innensenatoren Heinrich Lummer + Wilhelm Kewenig in den 80ern durch: alles CDU-Parteifreunde von Ihnen, Frau Lengsfeld.

    Herr Ahlhaus hatte schon das letzte Schanzenfest am 4.7.2009 durch Polizei-Vormarsch ab 20 Uhr im Chaos enden lassen (O-Ton eines seiner Polizei-Zugführer: „Dieses Mal fangen mal wir an.“). Die Entwicklung beschreibt anschaulich ein gewiss nicht Links-Verdächtiger Yuppie:
    http://www.tour-blog.de/?p=2503

    + dann dies (nur wenige Beispiele):
    http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,634632,00.html
    (Polizei schlägt Journalisten 4 Zähne aus)

    http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,635615,00.html
    (Video: Polizei demoliert +vergast unveranlaßt Fußballfan-Kneipe)

    http://www.welt.de/videos/politik/inland/article4062811/Krawalle-Polizist-verliert-die-Fassung.html#autoplay
    (Polizei gegen WELT-Reporter)

    Am 12.9.09 behielt Herr Ahlhaus die Polizei bis 1:30 Uhr ausnahmsweise mal im Hintergrund, und sieht da: alles blieb ruhig. q.e.d.
    Das sagt man ihm ja immer: weil gerade die sichtbare Polizeipräsenz zu Gewalt führe, soll er die Polizei im Rückraum bereit halten; aber er will ja nicht hören.

    An den anschließenden nächtlichen Auseinandersetzungen beteiligten sich 150-200 Personen, darunter „nach Angaben von NDR 90,3 Reporter Joachim Weretka auffallend viele Jugendliche und angetrunkene Festbesucher, die erkennbar NICHT zur links-autonomen Szene gehörten.“ (Hervorh. PS)
    http://www3.ndr.de/sendungen/hamburg_journal/schanzenfest116.html

    FAZIT:
    Nach alledem frage ich mich:
    1) Aufgrund welcher Fakten behaupten Sie, „linke Gewalt“ habe die Hamburger Krawalle ausgelöst?
    2) Was meinen Sie mit Ihrer Forderung eigentlich „gleich die einzig mögliche Schlussfolgerung ziehen“?
    3) Wünschen Sie Ihren neuen Heimat-Wahlkreis zurück in die frühen 80er, in die Lummer-‚Steinzeit‘ polizeilicher Fähigkeiten, als auch Sie derlei hinter der Mauer nur allzu gut selbst kennenlernten ?

    Das wüsste ich – und gewiss viele weitere Wähler – gern von Ihnen noch vor dem Wahltag.
    Denn ich möchte keine Ideologin mit Schaum vor dem Mund wählen, die sich von Broder, Schupelius, Junge-Freiheit-Nazis u.a. Scharfmachern anspitzen läßt, sondern eine/n gelassene/n Pragmatiker/in, die/der die Fakten zur Kennntnis zu nehmen bereit ist und REAL zu einem Abbau von Gewalt egal von wem beitragen will.

    Mit freundlichem Gruß
    Petra Struwe

  2. Bernd Karbuweit said,

    Ach, Frau Lengsfeld, anstatt sich über Hamburg auszulassen nehmen sie doch mal besser die Polzeigewalt in Berlin „ernst“, wie man sie am Wochenende mal wieder in Berlin beobachten konnte!

    Versuchen Sie es einfach mal, auch wenn es autoritären Charakteren grundsätzlich schwer fällt, Staatsvertreter kritisch zu beäugen. Aber immerhin haben Sie das ja schonmal draufgehabt, warum also nicht hier….

    • waehltvera said,

      Jegliche Gewalt auch die Übergriffe der Polizei (des Polizisten) müssen geahndet werden, eine Aufklärung und die darausfolgende Konsequenz gezogen werden.
      Das waehlt vera team


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