Waehltverablog


Was ist euch lieber: eigentlich blonde, junge, gutaussehende Frauen – oder Klenner, Gysi, Bisky?

Posted in Allgemein von waehltvera - 12. September 2009

Das Geschäftsmodell der Linken funktioniert. Die Linke ist die Partei der Reichen und der Besserverdienenden. Sie ist ein “Finanzprodukt mit tollem Namen”, wie das Katja Kipping so treffend formuliert. Man lese das Interview mit der Hotelbesitzertochter Katja Kipping, der stellvertretenden Bundesvorsitzenden der Linken, gestern in der Süddeutschen Zeitung. Im Finanzteil. Thema: „Geld“.

Ihr Monatsverdienst: 7.800.- Euro. Alles aus Steuergeldern. Davon gehen vielleicht 2000.- Euro an Spenden ab, für die Futterkrippe der Partei, paar Euro zum Rückzahlen der Verbindlichkeiten für das Familienhotel. Willkommen in der Marktwirtschaft! Willkommen in der Kultur der Selbständigkeit!

Wie lebt man damit, wenn man sich zugleich für all die angeblich Armen in die Bresche schlägt? Vielleicht so: „Es gibt kein richtiges Leben im Falschen.“ Originalton Kipping. Ach herrje, o du alter Adorno, was hast du da verbrochen! Die Sozialisten machen sich einen goldenen Lenz. Ihnen geht es materiell und finanziell besser als je unter Honni und Konsorten – und ihr schlechtes Gewissen pflegen sie damit, dass sie sagen:  „Das ist alles falsch! Eigentlich wollen wir das so nicht. Eigentlich wollen wir den Sozialismus  (zurück).“ Na prima, immerhin wissen wir: Sie haben das Gefühl, im falschen System zu sein. Wir haben das Gefühl, im falschen Film zu sein.

Wie nannten wir das auf der Klippschule des Marxismus? Richtig: „Charaktermasken“. Will heißen: Das Sein bestimmt das Bewusstsein. Die materiellen Interessen wiegen schwerer als als das hehre Reden von Armut.

Das ist genau so glaubwürdig, wie wenn ein ebenfalls mindestens  8.000 Euro pro Monat verdienender Villenbewohner aus dem chicen Westberliner Stadtteil Tiergarten im wilden Osten dafür kämpft, man solle die Finanzmärkte entwaffnen. Der Mann heißt übrigens Ströbele, Hans-Christian.

Aber wirtschaftlich hat das alles Hand und Fuß. Die Linke macht das schon sehr gut mit dem Kapitalismus.

Solide gewirtschaftet wird auf der Grundlage von Immobilien, die nach der Wende in den Besitz der PDS/Linken übergingen,  und aus Abverkäufen des Parteibesitzes (etwa parteieigener Zeitungen wie der Berliner Zeitung, die allein schon über 250 Mio. Euro einbrachte). Das immense Parteivermögen der steinreichen SED wurde weitergereicht und ist jetzt gut und nahezu unauffindbar geparkt. Aber bei Auslandsreisen der gewendeten Sozialisten heißt es: Bitte kein 5-Sterne-Hotel, bitte ’ne Nummer teurer buchen! Mindestens 5 Sterne!

Herausragend gut: die externe Unternehmenskommunikation. Vorne hingestellt werden aufgrund von Nacht-und-Nebel-Aktionen junge, unbelastete, gutaussehende Frauen, die aufgrund der Gnade der Geburt keine Verstrickungen mit dem SED-Regime zu haben scheinen.  „… weil die Partei in der Krise war und man jemanden brauchte, der unbelastet war”, so Katja Kipping selbst. Haare (nach Kippings Aussage in Wirklichkeit dreckigblond) und politische Aussagen werden rot gefärbt. Das passt alles wunderbar zusammen.

Als wohlversorgte, gutverdienende Immobilienerbin mit einem Monatsverdienst von 7.800.- Euro (brutto) sich Lustkäufen hingeben, sich hinstellen und “Reichtum für alle” verlangen: das hat Chuzpe.

Kompliment.

(JH)

Reden wir über Geld: Katja Kipping – ”Bei den Linken ist Luxus legitim” – Reden wir über Geld – sueddeutsche.de

7 Antworten to 'Was ist euch lieber: eigentlich blonde, junge, gutaussehende Frauen – oder Klenner, Gysi, Bisky?'

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  1. Volker Lee said,

    Diesen Beitrag habe ich jetzt nicht verstanden.


    • Herr Lee, das ist schade. Das ist das schlimmste, was man einem Blogger vorhalten kann: dass er unverständlich schreibt. Sind uns da die Gäule durchgegangen?

      Nur zur Erläuterung: Hermann Klenner, Gysi, Bisky, Brie und Co: Das sind einige der grauen Eminenzen der Linken, dieser höchst erfolgreichen Unternehmung. Es sind die berühmten „Herren über 50“, welche in dieser singulären Konstruktion – genannt „Die Linke“ – die Fäden ziehen. Jeder, der in der DDR gelebt hat, kennt diese berühmten, nicht nur an Einfluss reichen Herrscher.

      Bitte stellen Sie Fragen, was noch unklar ist. Jeder Blogger muss sich verständlich machen. Danke!

  2. x-berg said,

    Was gibts denn da nicht zu verstehen, warum verbieten Menschen wie S. Wagenknecht sich beim Hummer- Essen ablichten zu lassen, warum darf man nicht kritisch hinterfragen wenn es um Stasi- Vergangenheiten geht und man gleich mit anwaltlichen Schreiben mundtot gemacht wird.
    Honni hat zu DDR Zeiten gut gelebt, die Parteigetreuen sind ins KADEWE shoppen gegangen in Wandlitz gabs Cola und Westpornos und das sogenannte Volk dürfte treu sein Fähnchen schwingen, die Wahlen nicht mitbestimmen sondern das Ergebnis zur Kenntnis nehmen und nun 20 Jahre später posaunen die Gespenster das gleiche unter dem Deckmantel soziale Gerechtigkeit.

  3. Lupo said,

    „Die Linke macht das schon sehr gut mit dem Kapitalismus“. In der Tat. Man denke nur an Lafontaine und seine Villa. Mit den Bauvorschriften hat er es auch nicht so genau genommen (http://www.focus.de/politik/deutschland/immobilien-der-zaun-koenig_aid_215360.html) aber zu was gibt es schliesslich Gerichte. Wenn es ums Geld und den eigenen Vorteil geht hört schließlich der Spaß auf. Man denke nur an Gysis und das SED, SED-PDS, PDS, Linksparteivermögen. (http://www.zeit.de/1990/45/Begehrte-Altlasten?page=1).

  4. x-berg said,

    http://www.stz-online.de/nachrichten/thueringen/seite3thueringenstz/art2448,989953

    Ohne Worte, da wird gegen den Überwachungsstaat gemeckert und über Filz gesprochen. na da sollte man aber nicht mit Steinen schmeissen wenn man im Glashaus sitzt.
    Man sieht für jeden treuen Funktionär gibts auch einen Posten.

  5. Klaus said,

    Gäääähn, genauso doof und langweilig wie die alte SED-Wollenberger. Ich glaube, dass ich die Aussage verstehe: Wer links ist, darf nicht wohlhabend sein. Kann es aber kaum glauben, dass Wollenberger und ihr Stab auf dieses Niveau abrutschen. Glaube kaum, dass Wollenberger so viel Geld in Projekte steckt, wie bspw. Katja Kipping. Was solls: doof bleibt doof und CDU bleibt Splitterpartei, trotz des ganzen PR-Schwachsinns.


    • O nein, ganz im Gegenteil. Wir wissen, dass gerade unter den Linken sehr viele Wohlhabende sind. Sollen sie doch. Die meisten führenden Sozialisten waren steinreiche Leute.

      Jeder soll den Wohlstand genießen, den ihm die Marktwirtschaft ermöglicht. Soll er oder sie sein Hotel aufmachen. Gut so!

      Was uns stört, ist, dass die SED-Nachfolgepartei in dem Reichtum schwimmt, den die SED den Bürgern der DDR abgenommen hat. Uns stört, dass Die Linke ständig gegen dieses System der Bundesrepublik anrennt, es für „falsch“ erklärt, zugleich alle Annehmlichkeiten mitnimmt und dann den Bürgern draußen im Lande weismachen will, wie schlecht es ihnen geht und gehen muss. Man redet die Leute arm und dumm und dusslig. Siehe Gysis Warnungen vor den „Kältetoten“ in Hartz-IV-Haushalten. Siehe die Forderung „Reichtum für alle“.

      Man redet dieses System der Marktwirtschaft schlecht, redet den Leuten ein, sie müssten auf Wohltaten des Staates warten und vertrauen – siehe Erhöhung der Hartz-IV-Regelsätze auf 500.- Euro. Und was müssen die armen, doofgeredeten Menschen tun, damit der Staat sein Füllhorn über ihnen ausschüttet? Linke wählen! Und so schließt sich der Kreis.

      Uns stört, dass man weiterhin vorgibt, für den diesmal „demokratischen“, den diesmal „wahren“ Sozalismus kämpfen zu wollen, und es sich zugleich in diesem System der Bundesrepublik recht behaglich eingerichtet hat.

      Man redet dieses System künstlich schlecht und führt ein Leben fast wie Gott in Frankreich mit intensiven Kauferlebnissen und satten Bundestagsdiäten.


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