Waehltverablog


Die Morgenpost und die Zeitungsente von Herrn Schulz

Posted in 1 von waehltvera - 23. August 2009

Wir sind kreativ. Andere versuchen, es uns nachzutun. Leider sind dem Erfindungsgeist, wenn es sich um Journalismus handelt, Grenzen gesetzt. Seriöse Berichterstattung sollte sich eigentlich an Tatsachen halten und nicht mit selbstgebastelten Legenden Schlagzeilen machen, wie das heute die  „Morgenpost“ tut. Die titelt „Landes-CDU stoppt zweites Lengsfeld-Plakat“! Nanu, habe ich da etwas nicht mitgekriegt? Oder leide ich an Alzheimer? Mitnichten. Es gibt weder ein zweites Plakat, noch hat die Landes-CDU ein Phantom gesichtet und zur Strecke gebracht. Im Text kommt sie auch nicht vor, lediglich nicht näher bezeichnete „Führungs“figuren kommentieren eine Schimäre. Phantastischer kann Sommertheater nicht sein. Und weil ein nicht mal im Entwurf vorhanden gewesenes Plakat doch eine etwas magere Story  abgibt, wird ein „Wahlkampfmanager“ instrumentalisiert, der sich schon vor 7 Wochen von uns verabschiedet hatte, genau 10 Tage, bevor der Entwurf des ersten Plakates das Licht der Welt erblickte. Herr Stefan Schulz von der Mopo, obwohl er genauestens von uns über den zeitlichen Ablauf informiert wurde, der belegt, dass der Herr nicht im Zusammenhang mit dem Plakat zurückgetreten sein kann, wollte nicht von seiner Legendenbildung lassen und fabriziert mit Hilfe nicht autorisierter Zitate den Eindruck, es hätte doch ein Rücktritt wegen des Plakates stattgefunden.

Lieber Herr Schulz, wer so arbeitet, dürfte bei mir nicht mal als Hilfskommentator auf meinem Wahlblog anfangen. Wir schätzen zwar Kreativität und Fantasie beim Herstellen unserer Plakate und Flyer, auf die man weiter gespannt sein darf. Wir halten aber am Grundsatz fest, dass nicht nur Politik, sondern auch Jorurnalismus ehrlich sein müssen, sonst haben sie ihre Aufgabe verfehlt. Aber vielleicht fangen Sie grade erst an und müssen noch viel lernen? Sie können beim Kollegen vom Tagesspiegel studieren, wie seriöser Journalismus aussieht. Ich freue mich derweil über die schönen Bilder, die den Artikel zieren und kräftig Werbung für unsere Kampagne machen.

10 Antworten to 'Die Morgenpost und die Zeitungsente von Herrn Schulz'

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  1. Volker Lee said,

    Na, ob das wirklich eine Ente war…..nach der Wahl werden sicherlich Details bekannt. Da bin ich ja mal gespannt!

  2. oelsnitzer said,

    …Es gibt weder ein zweites Plakat, …

    Komisch, ich glaube selbst mal hier auf dem Blog gelesen zu haben, das ein zweites Plakat angekündigt wurde/geplant war ! Selbst auf dem Blog wurde eine Seite Veras PlakatE eingerichtet !

    Der Blog sollte sowieso umbenannt werden in PlakatBlog oder so ähnlich …

  3. Brezel said,

    daran lieber öelsnitzer kann sogar ich mir erinnern, es wurde, hier angekündigt, ein 2 Plakat angekündigt. Also, in der Zukunft hier, screenshot anfertigen!

  4. x-berg said,

    Da habe ich mir doch gestern die Tagespresse zu Gemüt geführt um über die neuesten Vorkommnisse in Kreuzberg Friedrichshain informiert zu sein, eines muss ich schon bemerken in Bezug auf Herrn Sielaff, in der BZ steht etwas, im Tagesspiegel etwas anderes und in der Mopo wieder was Neues, also ehrlich welcher Artikel nun wirklich Butter bei de Fische getan hat, erklärt sich mir hier nicht wirklich. Vernünftiger Journalismus sieht für mich anders aus, nur um das Sommerloch mit Effekthascherei zu füllen verarscht man komplette Leserschaften.

  5. savoy said,

    „Morgenpost”. Die titelt „Landes-CDU stoppt zweites Lengsfeld-Plakat”

    Wenn es „noch“ kein zweites Plakt gibt kann man halt auch nichts stoppen selbst wenn noch ein zweites in der Mache ist. Ist doch schon komisch das da jemand seit Wochen nicht an Bord ist und interna an die Presse verhökert.
    Ist der jetzt noch in der Partei oder nicht?
    Vielleicht kommt ja noch ein Plakat wer weiss????

  6. andy warhol said,

    Da wird jemand aus der Versenkung gezogen und schwingt sich auf den fahrenden Zug um ein Teilhaber dessen zu sein… everyone will be world-famous for 15 minutes.

  7. shoppifant said,

    Auch wenn es in jeder der Zeitungen anders dargestellt wird, sorgt das Thema doch immer wieder für Kurzweil und bringt die Leser dazu, mitzeinander zu diskutieren🙂

  8. Franka said,

    Journalismus ist immer subjektiv, er ist immer eine Auslegungssache, auch wenn die Journalisten sich noch so objektiv einschätzen.
    Ich finde die Kampagne von Frau Lengsfeld gar nicht so schlecht. Durch Sie merkt man erst, dass überhaupt Wahlkampf ist. Sie signierte ja sogar ein Plakat und gab es zur Auktion (http://www.tamundo.de). So möchte sie ihr Bürgerverein unterstützen, indem sie den Erlos an ihn spendet.

  9. Thomas said,

    Zitat:
    Wir halten aber am Grundsatz fest, dass nicht nur Politik, sondern auch Jorurnalismus ehrlich sein müssen, sonst haben sie ihre Aufgabe verfehlt.

    Wäre Jorurnalismus so ehrlich wie die Politik in Deutschland, liebe Vera, könnte die mopo mit Micky Maus konkurieren. Wer die Bürger, die letzten Jahre so belogen und betrogen hat, sollte mit dem Wort ehrlich vorsichtsvoll umgehen.

  10. Spielor said,

    Juhu, danach hab ich ewig gesucht, danke!!!


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