Waehltverablog


Nur drei von vier dringend der Brandstiftung Verdächtigten …

Posted in Allgemein von waehltvera - 16. August 2009

… gehören der linksautonomen Szene an oder rechnen sich ihr zu. Also nur 75%. Das meldet die Berliner tageszeitung soeben. Sie berichtet von ersten Fahndungserfolgen der Polizei im Kampf gegen das Abfackeln von Autos.  Wir zitieren aus der taz:

Artikelseite – taz.de.

„Es sind vier Verdächtige, die sich wegen vermeintlicher Autobrandstiftungen in Berlin inzwischen in Untersuchungshaft befinden. Drei von ihnen haben offenbar Verbindungen zur linken Szene.“

Der vierte der inhaftierten Verdächtigten scheint eher unpolitisch zu sein. Seit Jahresbeginn sind 267 Autos in Berlin durch gezielte Brandstiftung beschädigt oder zerstört worden. Die ausgewählten Autos zeigen eindeutig eine bestimmte „Handschrift“ der Täter auf: Es sind Luxusautos, Autos von „politisch missliebigen“ Firmen, Autos der Polizei. Diese Brandstiftungen signalisieren eine politische Botschaft. Nur in einigen Fällen, nicht in allen, wurde diese klar lesbare Botschaft noch durch Bekennerschreiben bekräftigt.

Der Innensenator sagt, die Täter seien „nicht zwingend im linksautonomen Spektrum“ zu suchen. Vielmehr handle es sich um nicht koordinierte Einzelaktionen.

Darf man daraus den Schluss ziehen, der Innensenator meine, dass Täter aus dem linksautonomen Spektrum stets nur in strenger Koordination handeln? Stimmt es, dass, wer nicht koordiniert handelt, nicht linksautonom sein kann? Wir halten das für abwegig. Niemand im linksautonomen Spektrum lässt sich von irgendjemandem vorschreiben, was er zu tun oder zu lassen hat. Weder von der Polizei noch von irgendwelchen „Rädelsführern“. Nein, Herr Körting: Es gibt keine Rädelsführer. Das ist ja das Kennzeichen der autonomen Szene. Die Szene empfängt keine Befehle.

Wir haben uns in unserer Wahlkampagne stets gegen die Beschönigung und Verharmlosung politisch motivierter Gewalt ausgesprochen. Egal, ob diese von links oder von rechts kommt. Unser Motto auf unserem Plakat lautete deshalb: „Keine Gewalt.“ Wir sind aus der Antifa-Szene heraus dafür heftigst kritisiert und auf einer Demo gegen rechte Gewalt, an der wir teilnahmen, auch einmal bespuckt und angegriffen worden. Dieses Blog berichtete mit Foto am 19. Juli 2009 darüber. Unser Plakat besagte: „Aufpassen! Gewalt kann von rechts- UND von linksaußen kommen.“

Selbstverständlich haben wir nie behauptet, dass alle Gewalt gegen Sachen stets nur politisch motiviert sei. Es scheint immer auch einige Trittbrettfahrer zu geben. So wie eben jetzt. Einer von vier der Brandstiftung Verdächtigten scheint nicht der linksextremistischen Szene anzugehören. Das sind  25%.


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