Waehltverablog


Keine Gewalt, keine Polizei – GenossInnen treten kooperativ auf. Es geht doch!

Posted in 1 von waehltvera - 27. Juli 2009

Soeben meldet der Tagesspiegel:

Etwa 15 Mitglieder einer linken Gruppierung haben am Montag vorübergehend die Geschäftsstelle des Kreisverbandes der Grünen im Berliner Stadtteil Kreuzberg in Beschlag genommen. Sie protestierten damit gegen die ihrer Meinung nach ungerechtfertigte Festnahme und Inhaftierung einer „Freundin und Genossin“, der Brandstiftung vorgeworfen wird. Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Hans-Christian Ströbele, dessen Wahlkreisbüro sich neben der Geschäftsstelle befindet, machte sich selbst ein Bild der Lage und sprach mit den Beteiligten. Die Stimmung sei nicht aggressiv gewesen, sagte er der Nachrichtenagentur ddp. Am frühen Nachmittag sei die Gruppe wieder abgezogen.

Ströbele zufolge waren die Aktivisten von einer Mitarbeiterin der Geschäftsstelle in die Räume gelassen worden. Der Kreisverband habe sich mit ihnen darauf geeinigt, die Polizei nicht zu verständigen, „wenn sich das Ganze kooperativ lösen lässt“, hieß es.

Das Wählt-Vera-Blog meint dazu: Alle Hochachtung, Hans-Christian! Es ist immer richtig, die Polizei nur dann zu rufen, wenn das Ganze nicht kooperativ zu lösen ist. Richtig! Man sollte immer miteinander reden. Dies gilt selbstverständlich nicht nur bei Büro-, Haus- und Flughafenbesetzungen, sondern auch bei sonstigen Rechtsbrüchen aller Art.  Zum Beispiel sollte man bei Brandstiftungen linker Gruppierungen stets versuchen, mit den Brandstiftern vorher ein gutes, klärendes  Wort zu reden, Genossinnen und Genossen.

Verzeihung, korrigiere, es gilt die Unschuldsvermutung: mit der/n potentiellen BrandstifterInnen. Die vielleicht von linken Gruppierung/En kommen. Aber nur gaaanz vielleicht.

Nur wenn sie oder er weiterhin darauf besteht: „Ich möchte aber UNBEDINGT dein Auto anzünden!“ –  NUR dann sollte man die Polizei rufen. Das gilt auch bei allen anderen Rechtsbrüchen.

Wir sind sehr erleichtert, dass die Aktion der Genossinnen und Genossen sich nicht gegen einen leibhaftigen Bundestagsabgeordneten richtete und kooperativ zu Ende gegangen ist. Alle Genossinnen und Genossen sollten stets kooperativ, konstruktiv und höflich auftreten. Dazu bedarf es keiner Polizei. Vorbildlich!

Und weiter: Bitte keine Vorverurteilungen! Dass eine linke Gruppierung die Geschäftsstelle besetzt hat, bedeutet in keiner Weise, in gar keiner Weise, dass eine linke Gruppierung oder mehrere linke Gruppierungen hinter den Brandanschlägen stecken. Ein Schelm, wer so etwas denkt!

Bohrende Frage an Tagesspiegel: Woher wissen Sie denn, dass dies eine linke Gruppierung ist? Könnte es nicht sein, dass die Genossinnen und Genossen nur so tun, als wären sie eine linke Gruppierung, die sich linke Gruppierung nennt, aber V-Ö-L-L-I-G unpolitisch ist?

viaTagesspigel:  Linke Gruppe besetzt Grünen-Geschäftsstelle.

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2 Antworten to 'Keine Gewalt, keine Polizei – GenossInnen treten kooperativ auf. Es geht doch!'

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  1. Klaus said,

    Mein Gott, was ist bloß mit der Lengsfeld los? Hat ihr ihre Karriere als 150-prozentige FDJ-Agitatorin geschadet, dass sie jetzt zum neurechten Nachwuchs-Hitler mutiert? War das Studium im Osten wirklich so mies, dass nur so wenig gesellschaftliche Bildung hängen geblieben ist?

  2. x-berger said,

    oh man, ich frage mich auch was die gute frau lengsfeld hier macht. auffallen um jeden preis? ich bin ja wegen dem „wir haben mehr zu bieten“ plakat hier gelandet. aber hier wird wohl mit allen mitteln versucht auf die tonne zu hauen. das was da im grünen-büro abgelaufen ist zeugt davon, dass es eben auch leute gibt, die andere ernst nehmen und den dialog suchen. was ist daran falsch? tut mir leid, aber die wahlbürojecken von vera lengsfeld betreiben hier ein billiges spiel. sowas kann man nicht ernst nehmen und eben auch nicht wählen


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