Waehltverablog


Nationalpark statt Bombodrom

Posted in 1 von waehltvera - 11. Juli 2009

Gestern hat die Bundeswehr nach 17-jähriger Auseinandersetzung auf die weitere Nutzung des so genannten „Bombodroms“ in der Kyritz- Ruppiner Heide verzichtet. Damit ist eine Forderung der DDR- Bürgerrechtsbewegung, Flächen der Westgruppe der sowjetischen Streitkräfte ziviler Nutzung zuzuführen, erfüllt. Erst jetzt wird bekannt, dass das 14000 ha große Areal noch stark verseucht mit militärischen Altlasten ist. Auf mindestens 1,5 Millionen wird die Zahl der Blindgänger, Bomben, Minen und Raketen, die noch gefunden und entschärft werden müssen, geschätzt. Das wird Jahre dauern. Manche Flächen ehemaliger sowjetischer Truppenübungsplätze sind so dicht mit
Sprengkörpern kontaminiert, dass an eine Räumung nicht zu denken ist. Sie müssen auf unabsehbare Zeit gesperrt bleiben. Das könnte auch mit Teilstücken der Heide der Fall sein. Dennoch wäre es das Beste, wenn hier nach dem Thüringer Vorbild ein Heide-Nationalpark entstünde. Das käme dem Wunsch, Kultur-, und Naturtouristen anzulocken , am nächsten. Der Nationalpark Hainich, durch Sukzession auf zwei ehemaligen Militärflächen entstanden, ist längst zum Wirtschaftsfaktor in der Region geworden und erfreut sich wachsender Anziehungskraft. Durch die Nähe zu Berlin, aber auch Hamburg, wäre ein Nationalpark ein Magnet für gestresste Großstädter.

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