Waehltverablog


Die fatale Akzeptanz der Gewalt

Posted in 1 von waehltvera - 6. Juli 2009

In der aktuellen Ausgabe von „eigentümlich frei“ findet sich ein bemerkenswerter , nachdenklicher Artikel von Klaus Rainer Röhl über die Gewaltbereitschaft der 68er. In „Niemand skandierte Ga- Ga- Ghandi“ Röhl zeichnet nach, wie die Gewalt erst mit Worten hoffähig gemacht wurde, bevor sie zur materiellen Gewalt wurde. Er bekennt sich mit beispielhafter Offenheit zu den eigenen Fehlern, etwa als Herausgeber einen verständnisvollen Artikel über die Hinrichtung deutscher Ärzte durch die Vietcong mitverantwortet zu haben. Die stille Akzeptanz von Gewalt als Mittel zur Durchsetzung politischer Interessen ist bis heute ein großes Problem. In den Berichten über die linksterroristischen Randalen am 1. Mai in Berlin und mehr über die jüngsten Krawalle in Hamburg wurde immer wieder mit Empörung auf gänzlich unpolitische Mitläufer verwiesen, die „kein Anliegen“ hätten. Als ob ein „Anliegen“ das Werfen von Brandbomben auf Menschen akzeptabler machte. Die linksradikale Gewalt hört seit Jahren nicht auf, weil sie sich offensichtlich einer gewissen Nachsicht bei den Behörden erfreut. Wie anders wäre denn die extrem niedrige Aufklärungsquote zu deuten? Die auffällige Zurückhaltung der Justiz, linksradikale kriminelle Delikte zu verurteilen? Zur Zeit kann man nur in den Verfassungsschutzberichten nachlesen, dass die linksradikale Gewalt ein viel größeres Problem ist, als die Rechtsradikale. Kann das daran liegen, dass rechtsradikale Gewalttaten mit drastischen Strafen geahndet werden, linksradikale aber nicht? Mir ist noch aufgefallen, dass gerätselt wird, warum die linke Szene nicht ausgetrocknete , nachdem die Finanzierung durch die DDR weggefallen ist. An Finanznot leiden die Autonomen jedenfalls nicht, wie die neueste Hochglanzbroschüre, die zur Gewalt gegen Soldaten aufruft, beweist. Heute muss Steuergeld dafür herhalten, was früher durch die DDR-Machthaber finanziert wurde. Staatliche Fördermittel fließen an Dachverbände, die nach eigenem Gusto, ohne darüber Rechenschaft ablegen zu müssen, das Geld an „Initiativen“ weiter reichen. Am Ende wird wieder Steuergeld gebraucht, um die Gewalt einzudämmen, bzw. die Folgeschäden zu beseitigen. Auf diese Weise werden jährlich hunderte von Millionen verbrannt, die für andere Zwecke nicht mehr zur Verfügung stehen. Ein Hoffnungsstreifen am Horizont ist nur, dass die Linksterroristen auf immer weniger Resonanz bei der Bevölkerung stoßen.

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