Waehltverablog


Der Iran und die Verantwortung des Westens

Posted in 1 von waehltvera - 20. Juni 2009

Die Auseinandersetzungen im Iran gehen weiter, trotz massivsten Druckes von Seiten der Machthaber. Das geistliche Oberhaupt des Landes Chamenei hat sich auf die Seite von Ahmadinedschad geschlagen und ihn zum endgültigen Wahlsieger erklärt. Die Opposition solle ab sofort auf ihre Proteste verzichten. Ob diese Weisung Erfolg haben wird, obwohl sie mit massiven Drohungen im Weigerungsfall unterlegt ist, bleibt fraglich. Es sieht eher so aus, als würden im Iran, ähnlich wie in der DDR vor zwanzig Jahren, die Menschen nicht mehr auf die Autoritäten hören, sondern selbst bestimmen wollen, wie sie das Land regiert wird, in dem sie leben möchten. Selbst wenn Oppositionsführer Mussawi die Demonstrationen, zu denen er aufgerufen hat, absagen würde, ist nicht sicher, dass die Hunderttausenden, die bisher auf die Straße strömten, darauf hören werden. Es kursiert ein bildlicher Vergleich im Iran: „Der Zug der Revolution ist abgefahren, Chamenei ist auf dem Bahnsteig zurückgeblieben, aber Mussawi und die anderen folgen dem Zug und versuchen, ihn einzuholen“ Nur äußerste Gewalt kann diesen Zug aufhalten. Es ist die Verantwortung des Westens, mit Druck auf das Teheraner Regime zu verhindern, dass der „Zug der Revolution“ durch einen Blutstrom gestoppt wird. Ahmadinedschad darf nicht als rechtmäßiger Präsident anerkannt werden!

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