Waehltverablog


Marktwirtschaft zukunftsfähig gestalten! Hildegard Müller im Energieforum

Posted in 1 von waehltvera - 16. Juni 2009

08062009(004) „Mir hat meine Großmutter beigebracht, immer auch die Grundrechenarten im Auge zu behalten. Eine Geldmengenerhöhung ohne reale Entsprechung in Werten, die wir erarbeiten, wird uns noch einmal auf die Füße fallen.“ Mit diesen Worten drückte Vera Lengsfeld, die Berliner CDU-Kandidatin für den Bundestag, ihre Skepsis gegenüber den gigantischen kreditfinanzierten Rettungsaktionen aus, die derzeit auf der Tagesordnung der Regierungen stehen.

Bei den Friedrichshain-Kreuzberger Gesprächen sprach zuvor Hildegard Müller, die Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung beim Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e. V. (BDEW). Auftakt nach Maß zu den Friedrichshain-Kreuzberger Gesprächen, den die Konrad-Adenauer-Stiftung zusammen mit der CDU Friedrichshain-Kreuzberg veranstaltete! Dr. Wolfgang Wehrl, der CDU-Kreisvorsitzende in Friedrichshain-Kreuzberg, führte durch den Abend.

Äußerst energiegeladen legte Frau Müller ihre Analysen und Plädoyers vor:  Sind die Ursachen der Bankenkrise richtig erkannt worden? Vielfach wird ja einem ungehemmt wuchernden Markt, der sich über alle Regeln hinweggesetzt habe, die Schuld an der Finanzkrise zugeschrieben. Frau Müller konnte nachweisen, dass auch die Staaten ein gerüttelt Maß an Mitverantwortung tragen – weniger durch Vernachlässigung ihrer Aufsichtspflicht als eher dadurch, dass sie selbst als Akteure auf dem Markt auftreten. Und zwar häufig mit groben Patzern, in jedem Fall aber wettbewerbsverzerrend. Gerade die Landesbanken haben keine rühmliche Figur abgegeben.

Über all den Stützungs- und Rettungsmaßnahmen laufen die Staaten Gefahr, nicht in ihre Zukunft zu investieren. Autos alten Typs werden zwei drei Jahre weitersubventioniert, und mittlerweile versäumt man das Ausreifen und Wachsenlassen neuer, marktfähiger, innovativer Produkte, die selbständig ihren Markt finden.

Innovation, Abbau bürokratischer Hemmnisse – etwa im Bereich des Infrastrukturausbaus -, und eine massive Förderung der Bildung: dies mahnte Hildegard Müller auf eine Weise an, dass niemand im Saal ihr die Zustimmung verweigert hätte.

Frau Müller legte ein entschlossenes Plädoyer für eine Neue Soziale Marktwirtschaft ab. Und sie bekannte sich abschließend als „in der Wolle gefärbte CDU-Frau“. Darauf folgte eine Liebeserklärung, wie sie kein Liebhaber schöner aussprechen könnte: „Für mich gibt es nur die CDU. Nur sie trifft die richtige Balance zwischen Freiheit und staatlicher Regelung!“  Wir waren – überzeugt, sofern wir nicht im Grunde vorher geahnt hatten, was Frau Müller so beredt und mitreißend dargelegt hatte.

Hildegard Müller konnte oder wollte nicht – wie erbeten – Schwächen und Stärken „der anderen“ mundfertig für die Hitze des Wahlkampfes aufbereiten. Das müssen wir schon selber versuchen!

Also blieb noch reichlich Stoff  für angeregte, keineswegs hitzige Gespräche in der Wandelhalle. Was die nachstehenden Fotos beweisen:

Müller_Ulbricht08062009(005)

Hildegard Müller mit einem CDU-Mitglied aus Friedrichshain, Herrn Ulbricht

08062009(011)

Hier auf dem Bild von links: Vera Lengsfeld, Wolfgang Wehrl, Andreas Klockenbrink und britische Freundin

„Alles klar mit der Marktwirtschaft?“ Götz Müller plaudert mit Christian Schleicher, dem stellvertretenden Leiter der Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung:

08062009(007)

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