Waehltverablog


Demokratische Sozialisten Deutschlands! Räumt die zersetzende Kritik innerhalb eurer Partei aus!

Posted in 1 von waehltvera - 16. Juni 2009

Die direkte Gegnerin der CDU-Kandidatin Vera Lengsfeld im Wahlkreis 84, Halina Wawzyniak von der Partei Die Linke, sieht sich erneut zersetzender Kritik von seiten älterer Herrschaften ausgesetzt! Das neueste Beispiel  liefert die Berliner Zeitung heute auf S. 3. Vom Fest der Linken zitiert sie den hochverdienten ehemaligen Professor Hermann Klenner, der über die Linken-Spitze herzieht. Vor allem über Wawzyniak, „die leider noch stellvertretende Parteivorsitzende ist,“ wie ein Weißhaariger ruft. Hermann Klenner, Mitglied im Ältestenrat der Linken, kann auf eine stolze, geradlinige Biographie zurückblicken: er war Mitglied der nationalsozialistischen Partei NSDAP und arbeitete dann als Stasi-Zuträger an Aufbau und Erhaltung des demokratischen Sozialismus der DDR mit.

Wodurch verscherzt sich Wawzyniak die Sympathien der Stützen des demokratischen Sozialismus der DDR? Vermutlich durch Aussagen wie „Bisher hat es noch keinen demokratischen Sozialismus gegeben, wie ich ihn mir vorstelle.“ So äußerte sie sich im direkten öffentlichen Gespräch mit Frau Lengsfeld im Café Sybille. Das ist natürlich ein Schlag ins Gesicht der hochverdienten SED-Granden und Stasi-Mitarbeiter, welche sich in der SED-Nachfolgepartei an wärmenden Herdfeuern zusammenscharen.  So etwas sollte man nicht sagen, Frau Wawzyniak. Das ist zersetzend. Denn die DDR war der Staat des demokratischen Sozialismus. Es gab ein sozialistisches Mehrparteiensystem, das umfassende Meinungsfreiheit zuließ, sofern man sich dem absoluten Machtanspruch der SED und der Stasi bedingungslos unterwarf.

Jeder durfte sagen, was er wollte, und immer hörte auch jemand zu – ob man wollte oder nicht. Die Stimme der Oppositionellen wurde gehört! Dafür gab es überall reichlich Mikrophone. Das freie Wort zählte noch etwas, es hatte erhebliches Gewicht  – man konnte dafür auch in den Knast wandern, oder es wurden Radmuttern am Auto gelockert. Familien wurden gesprengt, Freundschaften zerstört. Nicht so schlimm. Denn es gab ja den demokratischen Sozialismus. Eine Errungenschaft, die wir nie vergessen dürfen!

Bereits 1950 wurde das System der 10 Speziallager abgeschafft, darunter die weiterbetriebenen nationalsozialistischen Konzentrationslager Buchenwald und Oranienburg. Es gab also bereits im Jahr 2 der DDR kein umfassendes, vollständiges Konzentrationslagersystem mehr! Ganze Arbeit war schon geleistet worden. Die bürgerlichen Kräfte, die sich dem demokratischen Sozialismus entgegenstellen wollten, waren zerschlagen worden.  Ebenfalls eine Errungenschaft, die wir nie vergessen dürfen.

Wer fleißig am Aufbau des Sozialismus mitarbeitete, war hochwillkommen! Egal ob er vorher bei den braunen Nationalsozialisten Mitglied war oder nicht. Denn der demokratische Sozialismus gab jedem eine zweite Chance. Jeder wurde gebraucht. Wem es nicht passte, der konnte abhauen oder er wurde umerzogen.

Das Volk der DDR erwies sich jedoch 1989 als des demokratischen Sozialismus unwürdig. Es schaffte ihn durch eine gewaltfreie Revolution ab. Dies war eine Selbstbefreiung, an der der Westen wenig Anteil hatte.

Hat also der Westen die DDR übernommen? Wawzyniak sagt: ja! „Die haben jetzt das Gefühl, dass der Westen nicht nur 1990 die DDR übernommen hat, sondern jetzt auch noch ihre Partei“, so klagt Wawzyniak heute auf S. 3 der Berliner Zeitung. Wieder so eine zersetzende Aussage der jungen Kandidatin! Denn die maßgeblichen Kräfte in der Linkspartei führen  das überreiche Erbe des demokratischen Sozialismus fort – man schaue sich nur das beeindruckende Foto an. Man sieht den Herrn Gysi darauf. Wollen Sie etwa leugnen, Frau Wawzyniak, dass Herr Gysi eine tragende Säule und Stütze des demokratischen Sozialismus der DDR war und legitimer Erbe der üppigen  Hinterlassenschaften des demokratischen Sozialismus ist? Vorsicht, Frau Wawzyniak! Wer gewisse zersetzende  Behauptungen über den Herrn Gysi in Umlauf bringt, dem droht ein saftiges Ordnungsgeld! Haben Sie so viel Geld? Hat Ihre Partei soviel Geld?

Vorsicht überhaupt mit zersetzender Kritik an den großen alten Männern Ihrer Partei, Frau Wawzyniak! Die DDR wurde nicht durch den Westen übernommen. Der demokratische Sozialismus der DDR lebt fort. Die verdienstvollen Stützen des demokratischen Sozialismus sitzen unbehelligt in Ihrer Partei – und in anderen Parteien auch.

Lesen Sie bitte hierzu das Buch „Vorwärts und Vergessen!“ von Uwe Müller und Grit Hartmann, Rowohlt Verlag Berlin, Mai 2009, vor allem S. 247. Dieses Buch  möge Ihnen als Warnung vor weiterem zersetzendem Abweichlertum dienen.

(JH)

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