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Keine Macht den Autonomen! Kreuzberg bleibt demokratisch

Posted in Friedrichshain-Kreuzberg von waehltvera - 29. April 2009

In Berlin wirft der Erste Mai seine Schatten voraus. Gestern haben die Autonomen ihre „traditionelle“ Pressekonferenz gegeben. Das Unheimlichste an diesem Vorgang ist, dass ihnen von den Medien diese Plattform gegeben wird und das die Statements der Gewaltbereiten eins zu eins wiedergegeben werden, ohne jeglichen Kommentar. Kein Aufstand der Anständigen, obwohl in Der Stadt immer häufiger terrorisiert wird. Aber es trifft ja „nur“ Banken und so genannte „Reiche“. Also irgendwie die Richtigen, scheint die schweigende Mehrheit zu glauben, ohne die Parallelen erkennen zu wollen. Wenn es am Ersten Mai Krawalle geben sollte, so sei allein die Polizei schuld. „Die Bullen sollen sonst wo bleiben“ befindet ein Autonomer. Der Journalist vom Tagespiegel schreibt brav mit und lässt das eins zu eins drucken. Auch die Anwesenheit von Polizeipräsident Glietsch sei eine Provokation. Er solle sich nicht blicken lassen. Last not least, dass die CDU sich beim vom Bezirk unterstützen Myfest mit einem Stand präsentieren will, sei eine „reine Provokation“ „Die CDU weiß, dass sie in Kreuzberg unerwünscht ist“ Für die Sicherheit des CDU-Standes könne man nicht garantieren. Mal sehen, ob es eine Solidarität der Demokraten gegen diese Anmaßung gibt. Wenn die NPD nur die Hälfte dieser Sprüche geklopft hätte, wäre heute ein Aufschrei durch die Medien gegangen. Bettlaken und die Lichterketten wären zum Einsatz gekommen. Wenn Linksradikale Menschen zu „unerwünschten Personen“ erklären und ihnen öffentlich Gewalt androhen, bleibt eine Reaktion aus.
Andere sind dagegen sehr erwünscht bei den Autonomen. „Wir laden die Gäste aus Griechenland herzlich ein, zu uns zu kommen, nach dem Spiel“ Gemeint sind die griechischen Hooligans, die in der 02-World das Europapokalspiel zwischen Athen und Piräus ansehen wollen. Die beiden Fangemeinden gelten als extrem verfeindet und haben sich schon häufig Straßenschlachten geliefert. Jeder kann wissen, wie gespannt das Verhältnis zwischen Griechen und Türken ist. Man kann die autonome Einladung von daher als Aufforderung an die griechischen Hooligans interpretieren, türkische Geschäfte zu verwüsten und türkische Jugendliche zu jagen. Das kann ein Autonomer tun, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen. Am Ende wird wieder die Polizei schuld sein, deren „heillose Überforderung“ die Autonomen schon mal hämisch vorausgesagt haben. Wir dürfen uns auf die anschließende Berichterstattung freuen.

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2 Antworten to 'Keine Macht den Autonomen! Kreuzberg bleibt demokratisch'

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  1. Hans Gram said,

    Kurt Wanser hat doch gewußt, dass auf dem Myfest gar keine Stände von politischen Parteien erlaubt sind. Und die Linksradikalen waren blöd genug und sind in die Falle getappt.

    • waehltvera said,

      Sehr geehrter Herr Gram,
      dazu gibt es andere Stellungnahmen. zum Beispiel hat Frau Silke, die aus guten gründen inzwischen die Organisation des Myfestes niedergelegt hat, die Klage, der CDU-Stand wäre nicht ordnungsgemäß angemeldet gewesen. Unabhängig von der Bürokratie sind No-Go-Areas für Demokraten nicht akzeptabel.

      Mit besten Grüßen

      ihre Vera Lengsfeld


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