Waehltverablog


Arbeitspflicht?

Posted in Allgemein von waehltvera - 26. Februar 2009

Viele Diskussionen wurden in der Vergangenheit zum Thema Arbeit geführt. Egal ob bei Frau Maischberger oder bei Frank Plasberg. Vertreter aller Parteien, Gewerkschaften und Gesellschaftsschichten sind zu Wort gekommen. Und immer wieder hört man Menschen sagen, dass sie keinen „Bock“ haben zu arbeiten, dass der Staat sie finanziert und das sie gerne Teil dieser Transfergesellschaft sind. Auswurf eines solchen Denkens sind Sätze wie „Hartz 4, und der Tag gehört dir“.

In diesem Moment sollten wir uns vor Augen führen, dass Arbeit mehr ist als nur der reine Broterwerb. Arbeit ist vielmehr auch Bestätigung und Erfüllung. Arbeit kann Lebensinhalt sein und dazu beitragen, ein Teil unserer Gesellschaft zu sein. Arbeit kann gestalten und persönliche Werte schaffen. Bei der Diskussion unserer Kandidatin Vera Lengsfeld mit Vertretern der Linken im Café Sibylle wurde seitens eines jungen Mannes erörtert, dass es keine Pflicht sei, in diesem Land zu arbeiten.

Es ist den Autoren ein persönliches Bedürfnis, dem jungen Mann folgendes Zitat von Rosa Luxemburg mit auf seinen weiterem Lebensweg zu geben:

Die Arbeit, die tüchtige, intensive Arbeit, die einen ganz in Anspruch nimmt mit Hirn und Nerven, ist doch der größte Genuss im Leben. (Rosa Luxemburg 1870 – 1919)

Sicherlich gibt es  (wie von dem jungen Mann argumentiert) keine grundgesetzliche Pflicht, für Sozialleistungen eine Gegenleistung zu erbringen. Aber neben dem Nutzen für die eigene Persönlichkeit des Menschen soll hier auch der Begriff der moralischen Verantwortung erörtert werden. Es stellt sich die Frage: „Hat man als deutscher Staatsbürger nicht auch eine moralische Pflicht?“ Ja! Denn im Laufe unseres Lebens übernehmen wir Verantwortung für uns, unsere Familien und unsere Handlungen. Unsere Großeltern und Eltern haben geholfen, dieses Land nach zwei Weltkriegen wieder aufzubauen. Und unsere persönliche moralische Pflicht ist es, dieses Andenken zu wahren und unseren Kindern die gleichen, wenn nicht sogar bessere Chancen zu ermöglichen. Gibt es in unserem Bezirk nicht genug junge Frauen und Männer, die trotz einer 40- Stunden-Arbeitswoche ihr Kind bewusst und verantwortungsvoll auf- und erziehen? Diesen Menschen gehört Applaus gespendet und sollte das Versprechen gegeben werden, eine verantwortungsvolle Bildungs- und Arbeitspolitik zu erhalten.

Daher, liebe Freunde, lasst uns Politik für die Bürger in unserem Bezirk machen. Für diejenigen, die täglich ihren Teil dazu beitragen, dass unsere Gesellschaft funktioniert und auch in Zukunft Bestand haben wird.

Beitrag von Dirk Förster und Thomas Rachfall

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Eine Antwort to 'Arbeitspflicht?'

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  1. O Naujocks said,

    Wer steht in der Pflich etwas für dieses Land zu tun? Die Besitzlosen oder diejenigen, die ihr Vermögen auf den Schultern der hart arbeitenden Menschen aufgebaut haben?

    Sorgen Sie für eine bessere Verteilung von Reichtum. Und wenn die Vermögenden drohen abzuwandern, dann sollen sie es doch tun, denn sie beteiligen sich ohnehin nicht am Staat, also aieu!

    Es interessiert ihre Partei doch gar nicht wie es uns, dem Volke geht. Oder wieso müssen sich meine Mitmenschen mit 4,20 Euro Stundenlohn für ehrenwerte Arbeit abgeben? Rechnen Sie mal aus wie lange man arbeiten muss, um damit über die Runden zu kommen. Wieso wird uns bei dieser Bezahlung auch noch Urlaubsanspruch und Krankengeld vorenthalten? Das ist Standard Normalfall inzwischen. Es wagt keiner was zu sagen, denn er könnte ja gefeuert werden.

    Wie viele Reformrunden wollen Sie dem Volk noch zumuten? Was ist aus den blühenden Landschaften geworden?

    Die Politik, die die CDU und SPD vertreten(Da sehe ich inhaltlich keine großen Unterschiede) sorgen dafür, dass Ingenieure wie ich darüber nachdenken dieses Land zu verlassen. Ich habe mir nicht den Ar*** während des Studiums aufgerissen und sehr gut abgeschnitten, in einem Zukunftbereich, um mich veralbern zu lassen. Wer genau soll ihrer Meinung nach zukünftig für Wertschöpfung sorgen? Ingenieure die abwandern werden dies jedenfalls nicht tun.

    MfG

    O Naujocks


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