Waehltverablog


Leistung statt Quote!

Posted in Allgemein von waehltvera - 12. Februar 2009

Die Linke will der missglückten Schulreform von Senator Zöllner noch eine draufsetzen. Der von Zöllner schon ohnehin erschwerte Zugang zu Gymnasien soll noch schwieriger gemacht werden. An allen beliebten Gymnasien soll eine „Sozialquote“ von dreißig Prozent für Kinder von Hartz-IV-Empfängern und Wohngeld-Beziehern eingeführt werden.
Was sozial klingt, ist das genaue Gegenteil. Denn Kindern von Geringverdienern, die ohne staatliche Zuschüsse auskommen müssen, kann der Zugang zu höherer Bildung verwehrt werden, weil Quotenschüler unabhängig von ihrer Leistung die ohnehin raren Plätze besetzen. Bestraft werden nach diesem Politikmuster Kinder aus Elternhäusern, die sich aus eigener Kraft um die Ausbildung ihrer Kinder bemühen.
Absurderweise sind das genau die Eltern, die mit ihren Steuergeldern die Transferleistungen bezahlen, deren Empfänger durch eine Quote bevorteilt werden sollen.
„Gewisse Ungerechtigkeiten lassen sich in einem System mit mehr als einer Schulform nicht verhindern“, meint der bildungspolitische Sprecher der Linken, Zillich, dazu. Nur dass sich die Ungerechtigkeiten nicht ergeben, sondern vorsätzlich von Politikern wie Zillich produziert werden. Jedes Kind hat die gleiche Chance auf Bildung in unserer Gesellschaft. Wenn diese Chance von Familien, die Transferleistungen beziehen, nicht, oder nur unzureichend, genutzt wird, ist das nicht das Versäumnis der Gesellschaft, sondern der Familien selbst.

Dass die Leistungen von Kindern aus Hartz-IV-Familien angeblich schlechter bewertet würden als die Leistungen anderer Schüler, gehört zu den Legenden, die der Legitimation der linken Politik dienen sollen. Wobei weder Senator Zöllner noch die Linke bislang die Frage beantwortet haben, wieso sich eine Zugangsbeschränkung zum Gymnasium fördernd auf das Bildungsniveau auswirken soll. Ist nicht das Gegenteil der Fall? Wenn nicht mehr die Leistung, sondern die Quote ausschlaggebend ist, wird das automatisch eine Senkung des Bildungsniveaus nach sich ziehen. Die entscheidende Frage ist, wo würden die Politiker, die mit Zugangsbeschränkungen die Qualität von Schulen massiv gefährden, ihre eigenen Kinder einschulen?

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